Gschmackig
Der Ausspruch Den Löffel abgeben steht für sterben. In frühen Zeiten hatte jede Person einen eigenen Holzlöffel, oft wurde der auch an einer Schnur gebunden um den Hals getragen. Erst mit dem Tod wurde der Löffel abgenommen
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Der Ausspruch Den Löffel abgeben steht für sterben. In frühen Zeiten hatte jede Person einen eigenen Holzlöffel, oft wurde der auch an einer Schnur gebunden um den Hals getragen. Erst mit dem Tod wurde der Löffel abgenommen
Der Ausspruch Das passt auf keine Kuhhaut stammt aus dem Mittelalter. Bevor man auf Papier geschrieben hat, wurde Pergament verwendet, welches ursprünglich aus Tierhäuten hergestellt worden ist. Die Menschen glaubten, dass der Teufel die Sünden einer Person auf einer Tierhaut protokollierte, zumeist auf Ziegen- oder Schafshaut. Besonders umtriebige Menschen benötigten eine größere Schreibfläche, etwa die Haut einer Kuh. Und wenn selbst diese nicht mehr ausreichte, handelte es sich wohl um eine ausgesprochen umfangreiche Vitae
Die Kapelle wurde unter Nadasdy nach hinten an ihren heutigen Platz versetzt, und der Bau der Kirche am 2.7.1651 gestartet. Genau 8 Jahre später, am 2.7.1659 wurde die Kirche in Anwesenheit von 20.000 Gläubigen feierlich eingeweiht. Und so viele Menschen kommen auch jedes Jahr am 15.8. zum Kirtag nach Loretto!
Der Bau der heutigen Kirche wurde durch Graf Franz III. Nadasdy 1651 bewerkstelligt. Nach der Genesung einer schweren Krankheit bedankte er sich durch diese Tat bei der Jungfrau Maria. 1666 trat Nadasdy einem Geheimbund bei, welcher gegen die Herrschaft von Kaiser Leopold I. von Habsburg rebellieren wollte. Die Rebellion 1670 wurde schnell niedergeschlagen und Nadasdy 1671 nach seiner Festnahme in Pottendorf vor dem alten Rathaus in Wien enthauptet. Angeblich traf der Scharfrichter erst beim 7. Hieb.
Im Zuge der Türkenkriege verbrannten 1683 Kirche, Kapelle und Kloster. Die schwarze Madonna war verschwunden und kehrte erst Jahre später wieder an ihren Platz zurück. So wurde 1683 eine 2. schwarze Madonna angefertigt, die heute noch in der Gnadenkapelle zu sehen ist.
Die schwarze Madonna der Basilika hat Freiherr Hans Rudolf von Stotzingen für die erste Wallfahrtskapelle anfertigen lassen. Im Zuge einer Pilgerreise ins italienische Loreto wurde diese Statue dann durch die Berührung mit dem dortigen Original „heilig“.
Diesmal in der Augustinerkirche (Nähe Albertina), wo das Vorbild der 1. Lorettaner Wallfahrtskapelle, die Loretokapelle, als Herzgruft der Habsburger besondere Bedeutung erlangte. Noch heute sind in der Kapelle 54 unterschiedliche Urnen mit Herzen von Herrschenden aus der Habsburgerdynastie (1273-1918) zu sehen.
Im Jahr 1644 wurde vom Freiherrn Hans Rudolf von Stotzingen am Vorplatz der heutigen Basilika, wo sich heute die Mariensäule „ Mater Dolorosa“ (bedeutet schmerzerfüllte Mutter) befindet, eine Wallfahrtskapelle errichtet. Klostergebäude und Kirche folgten erst später. Als Vorbild für die erste Kapelle galt die Loretokapelle der Wiener Augustinerkirche.
Auf den Kreinäckern (vom Friedhof Richtung Leithaprodersdorf) stand zur Römerzeit (Christi Geburt bis 400 nach Chr.) ein Gutshof (Villa Rustica). Auch davon sind noch Fragmente und Fundstücke in der Gemeinde zu sehen.
Die ältesten historischen Funde in Loretto stammen aus der Jungsteinzeit (10000 v. Chr. – 2200 v. Chr.). So wurden auf dem Ried "Ochsenstand" (westlich vom Tennisplatz) Steinbeile einer Bauernsiedlung gefunden. Weitere Funde aus Epochen v. Chr. zeugen von einem Gräberfeld mit 135 Bestattungen mit zahlreichen Grabbeigaben. Einige Fundstücke können am Gemeindeamt besichtigt werden.
Der Briefbomben-Attentäter Franz Fuchs versetzte in den 90er Jahren ganz Österreich in Angst. Ein Ermittlungsansatz damals war die Verwendung von 7 Schilling Marken welche die Basilika von Loretto abbildeten, die der Attentäter für die Briefbomben verwendete.
Vor 350 Jahren herrschte in Frankreich der Sonnenkönig Ludwig XIV, komponierte Vivaldi die 4 Jahreszeiten und war Barock in Mitteleuropa angesagt. Und genau zu dieser Zeit wurden die alten Linden in Loretto gepflanzt, die sind nämlich auch schon 350 Jahre alt.
Schon gewusst, dass auch in der Wiener Karlskirche ein Stück Loretto steckt? Der Lorettaner Richter und Steinmetz Johann Georg Deprunner (gest. 1740) fertigte die Tamboursäulen der Kuppel aus Steinen aus Loretto. Er wirkte auch am damaligen Neubau von Schloss Schönbrunn mit.
Der Dorfanger wurde in frühen Tagen rege bewirtschaftet. So tummelten sich Enten, Hühner, Gänse und anderes Nutzvieh der angrenzenden Häuser darauf. Die Wiese erhielt dadurch besondere Pflege und Düngung, wodurch sich der Rasen speziell entwickeln konnte. Er gilt als besonders resistent gegen Trockenheit und Kälte mit guter Regeneration und wurde deshalb gezielt vermehrt. Noch heute kann man das „Loretta Saatgut“ in den Märkten kaufen.
Sein Haus aus Steinen zu erbauen galt früher als Privileg der Reichen. STEINREICH, auf das sich der Ausdruck bezieht, waren damals nur wenige, zumeist konnten sich die Bürger nur Behausungen aus Lehm und Holz leisten.
GERADE NOCH DIE KURVE KRATZEN kann man in Loretto direkt vor der Basilika. Der Ausspruch stammt aus dem Mittelalter und bezieht sich auf den Schutzstein, hier am Fuße des Rundbogens. Um Hausecken und Baulichkeiten vor Beschädigungen durch Wagenräder und Fuhrwerke zu schützen, wurden diese angebracht und finden sich noch heute an vielen Stellen im Ort, etwa auch in der engen Durchfahrt vom Anger Richtung Friedhof.
ZIRKEL und WINKEL deuten in ihrer Symbolik auf die Loge der Freimaurer hin. Diese Symbole stehen unter anderem für Gemeinschaft, moralische Werte, Geradlinigkeit und Ehrlichkeit. In früheren Zeiten, gerade als die Walz unter den Zünften noch weit verbreitet war, deuteten vielfach Schilder und Mauersteine auf die Bewohner hin, in diesem Fall auf die Tischlerei, da auch ein Hobel darunter ist. So ist obiger Stein in der Fassade an Hauptplatz 1 in Loretto heute noch Zeuge dieser Zeit bzw. wurde er aufgrund der Datierung wohl so weiter übertragen.
Der Ausspruch ES BRENNT MIR UNTER DEN NÄGELN stammt ebenso aus dem Mittelalter. In früheren Zeiten befestigten sich Mönche Kerzen auf den Daumennägeln, um im Gebetsbuch lesen zu können. Dauerte die Messe zu lange, galt es sich zu beeilen um sich nicht zu verbrennen. Noch heute steht der Ausdruck für gebotene Eile.